gedankenart_carinamaehler21

Gerasterte Vinylklänge

Texte

Durchgemacht. Aurora geht schlaflos auf. Ich höre deinen Song und bekomme Kopfweh. Der Beat ist mir zu hart und deine Stimme zu aggressiv. Wofür und wogegen eigentlich? Für nichts und gegen alles. Ich spüre ein lauwarmes Rauschen. Ein grauer Kloß. Er kratzt. Uns ging es gut. Aber gut ist zu gut. Wenn es gut ist, fehlt die Inspiration. Liebes Drama, wir brauchen dich. Ohne dich können wir nicht arbeiten.

Angst vorm Zufrieden sein. Ich denke über mich nach, das Rauschen. So gar nicht über dich. Nur über die Chance, über der inzwischen ein Gaußscher Weichzeichner liegt. Hier ist nichts mehr zu retten. Alle Metaphern aufgebraucht. Die Ebene ist schon längst gerastert.

Ich hänge in den Zeilen. Die Vinylklänge drehen sich immer noch auf Repeat endlos im Kreis. Eine Platte ohne Ende. Und zum analogen Takt fangen meine Augenringe meine Aura ein. Guten Morgen. Neuer Tag, alter Beat. Ich hänge in den Rillen, von denen nur eine wirklich echt war. Wie viel Metaphern haben wir noch? Chancen aufgebraucht. Hier ist nichts mehr zu retten. Die Ebene ist schon längst gerastert. Zeit für eine neue Ebene. Zeit für eine neue Platte.