gedankenart_carinamaehler11

Brause im Blut

Texte

Vor dir stand jemand, der nichts mehr zu verlieren hatte. Ich hatte nichts mehr zu verlieren. Nichts mehr, außer dich. Du hast mir in die Augen geschaut, geschwiegen und mich verlieren lassen. Dieses Mal wirklich.

Ich dich.

Ich war ein schlechter Verlierer in einem Spiel, was schon lange keins mehr war. Jetzt weiß ich, wann der Spaß aufhört. Dann wenn man loslässt. Plötzlich merkst du.

Du auch mich.

Verlustspanne ausgenutzt. Jetzt bin ich ein glücklicher Verlierer. Du ein trauriger Gewinner. Zu Ende. Die Suche nach Erklärungen für Dinge die ungreifbar sind. Mit meinem Herz in der Hand und meiner Seele auf Durchzug, laufe ich weiter. Das Päckchen was schon längst zu schwer für meinen Rücken war, lass ich stehen. Ich biege ab. Stehe da im Feld. Hohes Gras. Leichter Wind. Rauschen der Autos. Autobahn weit weg. Sonnenaufgang. Drehe mich um. Schaue zurück zum Päckchen. Ärgere mich. Mache die Augen zu und atme ein. Fühle mich vom Boden bis zur Schädeldecke mit Schwerpunkt Brustkorb, glücklich. Atme aus. Das Komma mit dem Aber verblasst und ein Punkt erscheint. Ich bin glücklich. Durch meine Adern fließt Brause. Geschmacksrichtung nicht mehr du.